Praktische
Umsetzung 1. Rahmenbedingungen Gruppengröße:
10-15 Kinder im Alter von 2 Jahren bis Schuleintritt. Öffnungszeiten:
täglich von 8.30 bis 12.30h. An drei Tagen verlängerte Öffnungszeiten
(VÖ) von 8.30 bis 14.30h. Räumlichkeiten:
Als Aufenthaltsraum bei schlechtem Wetter
sowie zum Vespern, Märchen Erzählen, Basteln usw. dient ein gemütlich
eingerichteter beheizbarer Bauwagen. Eine Kompost-Toilette ist vorhanden. Zum
Waschen wird täglich ausreichend frisches Wasser in Kanistern bereitgestellt.
Tiere: Drei Hunde werden täglich
mitgebracht. Zwei Esel, ein Schwein, zwei Hasen, ein Meerschweinchen, mehrere
Schafe, Hühner, Enten und Bienen. 1. Tagesablauf Zwischen
8.30 und 8.45h bringen die Eltern die Kinder zum Gelände. Wenn alle Kinder
versammelt sind, beginnen wir mit einem Morgenkreis: wir begrüßen einander,
schauen wer da ist oder fehlt, singen ein Lied oder machen ein Spiel.
Anschließend
beginnt die erste Phase freien Spielens: Im Rahmen bestimmter Regeln dürfen
die Kinder drinnen und draußen frei spielen. Während dieser Zeit ist
die Kindergärtnerin Vorbild gebend tätig, d.h. sie bereitet das Frühstück
zu, arbeitet im Garten oder verrichtet sonstige handwerkliche Tätigkeiten,
die für den Alltag Bedeutung haben und für die Kinder verständlich
und nachahmbar sind. Dadurch erfahren die Kinder die Bedeutung von regelmäßiger
Arbeit für unser Leben. Die größeren Kinder können sich an
der Arbeit beteiligen, für die Kleinen sind diese Erlebnisse und Beobachtungen
die Grundlage für phantasievolles Spiel. Diese
Spielzeit wird beendet mit dem gemeinsamen Aufräumen. Alle Kinder beteiligen
sich daran nach ihren Kräften, auch die Kleinsten. Diese regelmäßig
wiederhergestellte Ordnung (Spielzeug, Werkzeug, Material wird immer an die gleiche
Stelle gelegt) gibt den Kindern die Sicherheit, die sie für eine gesunde
Entwicklung brauchen. Nun bereiten sich die
Kinder auf das gemeinsame Frühstück vor: Sie gehen auf die Toilette,
waschen sich die Hände und treffen sich am schön gedeckten Tisch. Vor
dem Essen wird ein Tischspruch gesprochen, dann beginnen alle gemeinsam zu essen
(alle das gleiche). Was gegessen wird, hängt von der Jahreszeit ab, so dass
die Kinder ganz unmittelbar erleben, welche Bedeutung die Kreisläufe der
Natur haben. Beim Essen wird auf Ruhe und gutes Benehmen geachtet. Man endet mit
einem gemeinsamen Dankspruch; wer noch nicht fertig ist, kann in Ruhe zu Ende
essen, während die anderen sich schon ankleiden für den folgenden Abschnitt
im Freien.
   Nach
dem Frühstück folgt die zweite Phase freien Spielens. Diese kann je
nach Witterung und Thema auch am Bach, im Wald oder bei den Tieren stattfinden.
Der Tag endet dort, wo er begonnen hat: auf dem Platz
oder im Wagen, mit einem Märchen, einem Fingerspiel, einem Tischpuppenspiel
oder Ähnlichem. Dadurch kommen die Kinder wieder zur Ruhe und erleben den
Tag als einen geschlossenen Kreislauf. Der gleiche
Ablauf wiederholt sich an jedem Tag und gibt den Kindern Sicherheit. An den Tagen
mit Verlängerter Öffnungszeit ist die zweite Freispielphase länger,
und es gibt noch eine zweite kleine Mahlzeit, die ähnlich abläuft wie
die erste. In der zweiten Freispielphase wird ein(e) ErzieherIn mit den älteren
Kindern eine Tätigkeit verrichten, etwas machen was für "Große"
ist, während die jüngeren mit der/dem anderen Erzieher(in) auf dem Gelände
bleiben und die Möglichkeit haben, sich auszuruhen. weiter
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